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Werkstattberichte: Mein Ermittlerteam

Wie man aus den anderen Einträgen herauslesen kann, schicke ich in meinen Krimis ein Ermittlerteam ins Rennen. Alles andere wäre unrealistisch, selbst nach den Maßstäben des Romans (Zum Thema Realismus im Krimi mehr hier). Einsame Bullen, wie Friedrich Anis Hauptfigur Tabor Süden sind nur glaubhaft, wenn sie (wie Süden) außerhalb ihrer eigentlichen Kompetenzbereiche agieren oder (wie Maigret) einer vergangenen Epoche angehören. Moderne Polizeiarbeit heißt Arbeit im Team.
Mein Team hat sich auf etwas unorthodoxe Weise gebildet, d.h. ich habe nicht mit dem klugen Kommissar angefangen und ihm gendergerecht eine jungdynamische Kollegin an die Seite gestellt. Meine erste Figur war Kriminalkommissaranwärterin Jana Hirte. Eine Berufsanfängerin oder, besser gesagt: jemand, der noch nicht mal sein Studium abgeschlossen hat. Jana ist zu Beginn im dritten Studienjahr und macht ihr Fachpraktikum bei der Mordkommission Frankfurt. Das Problem ist: Eigentlich hat Jana mit Gewaltverbrechen gar nichts am Hut. Morde, Leichen, Blut usw. findet sie einfach nur brutal und widerwärtig. Ihre wahre Leidenschaft gilt Zahlen und Computern und sie würde viel lieber Wirtschaftskriminelle jagen, als Kapitalverbrecher. Abgesehen davon ist Jana als LARPerin und in einem online Rollenspiel unterwegs, weil die ursprüngliche Idee war, sie auf einer Con ermitteln zu lassen. Aber dann kam alles ganz anders. Die Con wird aber noch kommen.
Den Kommissar gibt es aber trotzdem. Er heißt Thomas Friedensbach, ist 58 Jahre alt und hat Diabetis, von der aber keiner wissen darf, weil er fürchtet, deshalb vorzeitig pensioniert zu werden. Ich gestehe, zu seinem persönlichen Hintergrund wenig zu wissen, außer dass er mit einem Waldkater namens Mortimer zusammenlebt und historische Landkarten sammelt, über denen er von fernen Orten und vergangenen Zeiten träumt. Aber er verreist nie. Seiner Kleidung, seiner Ausdrucksweise und seinem Wohnumfeld nach, stammt er aus begüterten Verhältnissen, aber genaueres ist nicht herauszubekommen. Vielleicht versteckt sich da noch eine Geschichte und vielleicht hat sie damit zu tun, dass er kein Blut sehen kann.
Die Besichtigung des unmittelbaren Tatorts bleibt deshalb auch meist an seiner Kollegin Alexandra Obritz hängen. Also doch Klischee? Ja und nein. Ja, insoweit, als der Kommissar eine jüngere, ihm untergeordnete Kollegin hat. Nein, weil ich nicht glaube, dass Alex mit ihren 184 cm und ihrer Liebe zu Motorrädern, Lackleder, Nieten und der Farbe rot ein Klischee ist (Jana jedenfalls hat sie bei ihrer ersten Begegnung prompt für die Inhaberin eines Dominastudios gehalten). Über ihr Privatleben weiß ich eine ganze Menge – aber das zu verraten, hieße ein Stück weit den Inhalt des ersten Bands zu spoilern.
Was ich aber verraten kann ist, dass sie und Friedensbach trotz ihres sehr unterschiedlichen Äußeren (das auch die sehr unterschiedlichen Temperamente spiegelt) erstaunlich gut miteinander klar kommen, während Jana sich erst noch beweisen muss.

Natürlich gibt es daneben auch zahlreiche Neben- und Randfiguren. Techniker, Spezialisten, Gerichtsmediziner, uniformierte Beamte, Kollegen von der Kripo, Freunde, Familienangehörige usw. Aber die alle vorzustellen würde einfach zu weit führen.

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Habe meinen Rechner wieder!

Mein Laptop ist wieder da und den Technikern von Renote ist gelungen, wozu Microsoft sich nicht in der Lage gesehen hat: Sie haben das Meiste der Daten gerettet.

Zu behaupten, mir würden gerade ganze Gebirgszüge von der Seele fallen, ist zwar ein abgedroschenes Klischee, beschreibt meinen Gefühlszugang aber trotzdem sehr treffend. Vor Euphorie schützt nur der Gedanke, dass mich dieses kostenlose Update auf Windows 10 massiv Nerven, Zeit und Geld gekostet hat.

Ab jetzt sichere ich nicht nur einzelne Dateien, sondern mache regelmäßige Backups von allem.