Kurzgeschichte

Ausgelesen: Märchen mit Zündhölzern

„Märchen mit Zündhölzern“ von Volker Kutscher handelt von der obdachlosen Hannah, die im bitterkalten Winter 1931 Zündhölzer verkauft, um sich und ihren Vater über Wasser zu halten. Am Silvesterabend ergreift sie radikale Maßnahmen, um ihr Leben zu ändern.
Die Parallelen zu „Das Mädchen mit den Schwefelhölzern“ von Hans Christian Andersen sind unschwer zu erkennen. Gleichzeitig will Kutscher es auch als Hommage an Erich Kästner verstanden wissen.

In jedem Fall ist es eine sehr eigenständige Geschichte, die ein Schlaglicht auf die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise in der Weimarer Republik wirft. Kutscher schreibt im Präsenz und ohne Pathos, was diese Geschiche noch eindringlicher macht.

Märchen mit Zündhölzern ist derzeit als kostenloses eBook u. a. bei Hugendubel und Thalia erhältlich.


Volker Kutscher, Märchen mit Zündhölzern, Kiepenheuer & Witsch eBook, 18 Seiten, ISBN (eBook) 978-462-31635 -3

Mord verjährt nicht

Im letzten Beitrag hatte ich schon davon erzählt, dass mir eine Kurzgeschichte im Hirn herumspukt, für die ich eigentlich keine Zeit habe. Nun, offenbar will das Universum, mein Karma oder was auch immer, dass ich diese Geschichte schreibe, denn seit ein paar Tagen habe ich eine extrem fiese Erkältung mit allem, was dazu gehört. Ohne in die Einzelheiten zu gehen: So richtig konzentrieren kann ich mich damit nicht. Jedenfalls nicht genug, um die notwendigen Arbeiten an „Bodenfund“ (oder wie auch immer der erste Roman am Ende heißen wird) abzuschließen.

Aber um schlecht zu schreiben, reicht es gerade noch. Und wenn man sich etwas schlecht geschriebenes zum Ziel setzt, schreibt es sich sehr ungeniert. Also schreibe ich jetzt am Entwurf einer Kurzgeschichte, die in Friedensbachs Kindheit spielt und die ganz gut erklärt, warum er kein Blut sehen kann. Kein klassischer Krimi, aber ich hoffe, dass sie nicht nur als Hintergrundstory etwas taugt.

Der Kommissar, der kein Blut sehen kann

In den letzten zwei Tagen hat auch KHK Thomas Friedensbach einen familiären Hintergrund bekommen. Keinen schönen. Ich hätte jemandem wie ihm wirklich besseres gegönnt, aber jetzt ist mir auch klar, warum er ausgerechnet im Morddezernat arbeitet (und da auch nicht weg will), obwohl er kein Blut sehen kann und warum er ständig alles hinterfragt.

Außerdem spukt jetzt eine Kurzgeschichte in meinem Hirn. Wenn die nicht bald Ruhe gibt, werde ich die wohl auch schreiben müssen, obwohl ich eigentlich gar keine Zeit dafür habe und mich um ganz andere Dinge kümmern sollte.