Perspektive

Sex und Crime

Aktuell lese ich gerade „Die letzten Tage des Condor“ von James Grady und bin darin auf eine großartig geschriebene Sexszene gestoßen. Grady schreibt viel in erlebter Rede und erzeugt damit eine große Nähe des Lesers zu den Figuren. Auch in dieser Szene erlebt man die Gedanken und Gefühle von Faye Dozier unmittelbar mit.

Was mich umgehauen hat war, welche Gedanken sie dabei hat. Ich will nicht spoilern, aber so viel sei doch gesagt: Es hat nichts mit dem üblichen „Oh mein Gott, er ist so GROßARTIG und ich will ihn so sehr!“ zu tun. Ganz im Gegenteil. Grady lässt den Leser fast bis zum letzten Moment im Unklaren, was hier eigentlich passiert. Selbst, als beide schon miteinander im Bett sind, hat man als Leser den Eindruck, die Sache könne jederzeit in eine ganz andere Richtung kippen. Unglaublich spannend. Unglaublich gut!


James Grady, Die letzten Tage des Condor, Suhrkamp 2016, ISBN 978-3-518-46685-8

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April Challenge: Woran ich arbeite

Heute beginnt die von Kate Stark ins Leben gerufene #aprilcampwritingchallenge, die ich im letzten Beitrag ja schon kurz vorgestellt hatte. Die erste Aufgabe lautet: Your WIP, besteht also darin, das aktuelle Projekt vorzustellen.

Bei mir ist das ein Krimi über Antikenhehlerei, den ich letztes Jahr um Pfingsten rum beendet habe und der jetzt dementsprechend gut abgehangen ist. Das Manuskript besteht aktuell aus 279 Seiten und muss von Grund auf überarbeitet werden. Beim Korrekturlesen habe ich mir notiert, dass folgende Änderungen unbedingt notwendig sind:

  • Zwei neue Erzählperspektiven einführen, so dass die Geschichte aus drei, wie bisher aus einer Perspektive erzählt wird und alle drei Ermittler zu Wort kommen.
  • Eine Nebenhandlung streichen, die weder für den Plot, noch zum Verständnis der Protagonisten erforderlich ist.
  • Das Verhalten der Ermittler schlüssiger gestalten. Bisher agieren die oft noch sehr wechselhaft und daher wenig nachvollziehbar.
  • Die Ermittler sollen mehr Privatleben bekommen. Das gilt insbesondere, für meinen Hauptcharakter, Kriminalanwärterin Jana Hirte.
  • Die Handlung zwei Wochen vorverlegen, damit der Beginn der Handlung zu Janas Studiumszeiten passt.
  • Die einzelnen Szenen neu gewichten und in eine andere Reihenfolge bringen. Beim Plotten hatte ich zwar eine sehr genaue Vorstellung davon, warum was in welcher Reihenfolge passiert – diese Logik erschließt sich beim Lesen aber nicht.
  • Nicht zuletzt sind natürlich sind auch ein paar Plotlöcher aufgetaucht, die ausgefüllt werden müssen. Und wie das dann so ist, hat das Ausfüllen Auswirkungen auf den Rest der Handlung, so dass auch dadurch noch ein paar Sachen glattgezogen werden müssen.

Tja, ist eine Menge Arbeit. Aber in gewisser Weise freue ich mich drauf.

 

Orte beschreiben und/oder erschaffen?

In Paula Grimms Blog bin ich auf folgende Fragestellung für eine Blogparade gestoßen:

Darf man Orte, die real existieren in seiner Beschreibung verändern und wenn ja, was muss man dabei beachten? Ich bin gespannt auf Artikel, in denen Ihr Eure Erfahrungen mit der Erfindung neuer Orte, den Recherchen über bestehende Plätze, Veränderungen von Orten berichtet. Was ist der schönste Ort, den Ihr je erfunden habt? Was ist Eure schönste Beschreibung von Orten, über die Ihr etwas geschrieben habt? Erwähnt Ihr es, wenn Ihr einen Ort „naturgetreu“ oder verändert beschreibt und wenn ja, an welcher Stelle Eurer Texte und wie? In welchen Genres erfindet oder verändert Ihr Orte besonders gern? Wann muss es ein realer Ort sein?

Die Fragestellung finde ich schon deshalb interessant, weil die Frage bei den Diskussionen, die ich früher geführt habe, immer andersrum gestellt wurde: „Darf man reale Orte verwenden oder muss man sie so weit verändern, dass sicher gestellt ist, dass man niemandem auf die Füße tritt?“ Auf der gleichen Linie liegt eine Reaktion meines Mannes auf folgende Textstelle aus dem Entwurf meines ersten Krimis. Dort heißt es:

„Aber wir wollten wirklich nur mit dem Hund …“, sagte der Mann kleinlaut. „Bitte, das können Sie auch nachprüfen. Alle unsere Nachbarn wissen, dass wir immer um diese Zeit unsere Runde machen.“
„Genau“, warf seine Frau ein. „Fragen Sie sie nur. Kindermann, Ernst und Luise Kindermann. Am Pfarrhof 12. Sie können wirklich jeden fragen.“

Mein Mann fragte sofort: „Die Adresse gibt es aber nicht, oder? Nicht, dass jemand denkt, derjenige haben wirklich …“
Bei der Frage ist mir, glaube ich, der Unterkiefer runtergeklappt. Natürlich hatte ich eine real existierende Straße genommen. Ich schreibe Krimis, die in Frankfurt und Umgebung spielen und wenn ich einen Orts- oder Straßennamen nenne, sollte man die auch finden und wiedererkennen können. Aber es ist doch wohl klar, dass der Rest Fiktion ist, oder?

Damit ist ein Teil der Frage schon beantwortet: Ja, ich verwende real existierende Orte und ich bemühe mich sogar, sie so realistisch, wie möglich zu beschreiben. Dazu recherchiere ich, zuerst auf Google, dann auch vor Ort. Google ist nämlich alles andere, als zuverlässig. Die Bilder sind oft veraltet und daher sehen Häuser auf Google Streetview oft ganz anders aus, als in der Realität. Oder sind inzwischen abgerissen. Und von Äckern, Wäldern und Parks gibt es sowieso kein Streetview.
Aber was heißt realistisch und was ist möglich?

Autoren erfinden oder verändern Orte

In der Physik gibt es den Satz, dass man nichts beobachten kann, ohne das beobachtete Objekt zu verändern. In gewisser Weise gilt das auch für Autoren. Selbst, wenn wir realistisch erzählen, raffen wir Zeit und Raum, wenn es für die Geschichte notwendig ist. Wenn wir es nicht täten, läse sich eine Fahrt durch eine beliebige Stadt etwa so spannend, wie ein Stadtplan. Den Leser interessiert aber nicht, an welchen Straßen man vorbei gefahren ist, sondern nur das Ziel und mögliche Hindernisse. Selbst Sehenswürdigkeiten oder besondere Landmarken können oft getrost ausgeblendet werden, wenn sie keine Bedeutung für die Handlung haben.
Ich sage bewusst „oft“, weil es natürlich auch Ausnahmen gibt. Jemand, der einen Ort das erste Mal besucht, wird Landmarken viel bewusster wahrnehmen, als ein Einheimischer. Und ein Tourist wird ganz bewusst nach Sehenswürdigkeiten Ausschau halten.

Damit sind wir beim nächsten Punkt: Nicht nur die Handlung hat Einfluss auf die Beschreibung eines Orts, sondern auch die Wahrnehmung durch Protagonisten bzw. Erzähler. Hypothermie hat dazu schon gebloggt. Er bezieht sich dabei vor allem auf das (Hintergrund-)Wissen der Erzähler/Protagonisten. In soweit gebe ich ihm vollkommen recht. Ein Biologe nimmt ein Stück Landschaft anders wahr, als ein Bauer oder ein Städter. Der Biologe registriert das Vorhandensein oder die Abwesenheit verschiedener Pflanzen und Tiere und schließt auf die Intaktheit des Ökosystems. Der Bauer sieht die Qualität des Bodens, für welche Art der Bewirtschaftung er geeignet ist und ob die Apfelbäume einen Kurschnitt brauchen. Der Städter sieht Felder, Wiesen und ein paar Bäume.
Aber neben dem Wissen bestimmt auch die Haltung des Betrachters die Wahrnehmung. Sie entscheidet z. B. ob der Städter in den Feldern, Wiesen und Bäumen, die er sieht, ein ländliches Idyll erkennt (was zu einer entsprechend lyrischen Beschreibung führen würde) oder ob er sie als langweilig abtut. Der Bauer ärgert sich, vielleicht, dass er Rüben gesäht hat und keinen Weizen, weil das Wetter viel besser für Weizen gewesen wäre und der Biologe stellt erfreut fest, dass das neu entwickelte Unkrautvernichtungsmittel hervorragend wirkt, auch wenn es in diesem Jahr bedauernswert wenige Bienen gibt. Und Städter, wie Biologe ärgern sich, wenn sie in einen Kuhfladen treten, während der Bauer den gar nicht wahr nimmt, weil er klischeegemäß Gummistiefel trägt, die er vor der Haustür ausziehen wird.

Was ist realistisch?

Um auf die Frage von oben zurück zu kommen: Realismus heißt für mich nicht, einen Ort so objektiv wie möglich darzustellen, sondern ihn so abzubilden, wie er in der aktuellen Wahrnehmung des Protagonisten erscheint, aus dessen Perspektive ich gerade erzähle. (Uff, was für ein Satz!)

Und bei allem Realismus und aller Recherche erfinde ich auch einiges.
Ein Grund kann sein, dass die Geschichte an Orten spielt, die mir nur schwer zugänglich sind und es für die Geschichte nicht darauf ankommt, ob dieser Ort in der Realität auch wirklich so aussieht, wie beschrieben. Ein Beispiel dafür sind Treppenhäuser und Privatwohnungen. In meinem aktuellen Roman gibt es z. B. eine Szene, in der die Ermittler das Treppenhaus einer Firma betreten, die im Hinterhof eines Gewerbegebiets liegt. Das Gewerbegebiet gibt es. Den Hinterhof auch. Er ist verwinkelt und ein bisschen spooky, was auch an den schäbigen Gebäuden drum herum liegt. Das Treppenhaus dagegen besteht aus glänzendem schwarzem Granit und blitzweißen Wänden. Vermutlich existiert es nur in meiner Vorstellung, aber indem ich es beschreibe, will ich einen Eindruck von der Firma vermitteln, die dort ihren Sitz hat (und die natürlich genauso fiktiv ist, wie das Treppenhaus).
Ein anderer Grund ist, dass es gute Gründe haben kann, bestimmte Ereignisse nicht an realen Orten stattfinden zu lassen. Wenn ich z. B. über mordende Krankenschwestern und ärztlichen Abrechnungsbetrug schreiben würde (was ich, jedenfalls für den Moment, nicht vorhabe), würde ich es mir dreimal überlegen, das in einem bestehenden Institut der Uniklinik Frankfurt stattfinden zu lassen. Das Gleiche gilt, wenn ich meine Kommissare essen gehen ließe, um einem gebackene Schabe auf Toast zu servieren. Auch andere, potentiell geschäftsschädigende Ereignisse, die im schlimmsten Fall eine Verleumdungsklage nach sich ziehen könnten, verlagere ich an fiktive Orte.
Und wenn ich in einer Straße unbedingt ein Eiscafe brauche, es dort aber nur fünf Bäckereien, eine Zoohandlung, eine Metzgerei und ein Nagelstudio gibt, erfinde ich sogar das Eiscafe. Geschäfte wechseln. Ob in der Straße nun ein Eiscafé mehr oder eine Bäckerei weniger ist, ändert ihren Charakter nicht grundlegend. Etwas anderes wäre es, das Eiscafé mitten im Wohngebiet anzusiedeln. Oder in dem beschriebenen netten Einkaufssträßchen einen Puff zu eröffenen – es sei denn, der Puff ist neu und provoziert den Ärger der Ansässigen. DAS wäre schon wieder realistisch.

Ausgelesen: Killmousky und Havarie

Beide Bücher haben eins gemeinsam: Sie laufen unter der Bezeichnung Krimi. Damit hören die Gemeinsamkeiten aber auch auf.

Killmousky von Sibylle Lewitscharoff ist ein klassischer Krimi mit Hard-Boiled-Anklängen. Es gibt den einsamen Wolf, einen Kommissar, seines Zeichens Verhörspezialist und vorzeitig entlassen, weil er einen Verdächtigen zu hart rangenommen hat. Die Parallelen zum Fall Gäfgen sind unübersehbar, werden aber noch gesteigert, weil der Kommissar nichts weniger will, als gleich zwei hübschen, jungen Mädchen das Leben zu retten – dabei aber scheitert. Das findet er tragisch (die Entlassung weniger, die sieht er ein), zumal er nicht recht weiß, was er danach mit seinem Leben anfangen soll. „Frauen? Zigaretten? Whiskey? Den lieben langen Tag?“ Die Entscheidung fällt schwer, zumal Whiskey eigentlich nicht sein Fall ist. Daher trifft er sich mit seiner Verflossenen, lässt die Wohnung ein bisschen verwahrlosen – aber bevor alles zu schlimm wird, winkt seine Vermieterin überraschend mit einem lukrativen Angebot. Ausgerechnet in New York, dabei spricht der Kommissar Englisch ungefähr genauso gut, wie der Ex-Bundespräsident Heinrich Lübke, Gott hab ihn selig.
Dem Auftraggeber, einem reichen Tycoon und dessen schöner Tochter ist das aber egal und so ermittelt der Kommissar mal auf Long Island und mal in der Gegend von München, wo er sich besser auskennt. Das Ende soll natürlich nicht vorweg genommen werden. Angesichts der wenigen Verdächtigen ist es aber wenig überraschend.
Das ist auch mein Hauptkritikpunkt: Für einen Krimi ist dieses Buch zu geradlinig und für hard-boiled ist es zu harmlos (oder, um es auf bayerisch zu sagen: zu liab). Der Kommissar hatte eine schwere Kindheit, aber das ist Geschichte und belastet ihn kaum. Es gibt keine Abgründe. Alle sind nett und höflich, bis auf den Mörder, versteht sich. Die Handlung dümpelt freundlich vor sich hin. Zwischendurch wird gut gegessen. Die Welt ist ein Winterwunderland. Dazu kommt eine sehr ziselierte Sprache, die durchaus hübsche Formulierungen enthält, aber überhaupt nicht zu dem angeblich aus einfachsten Verhältnissen stammenden Protagonisten passt.
Letztlich hat mich die Bitte meiner Tante am Ball gehalten, ich müsse ihr unbedingt und bitte ganz ehrlich sagen, was ich von dem Buch halte, sie habe es von einer Bekannten empfohlen bekommen, die literarisch sehr beschlagen sei und sonst nie Krimis lese. Na ja. Menschen, denen es allein auf eine schöne Sprache ankommt, wird dieses Buch sicher zusagen.

Havarie von Merle Kröger ist in jeder Hinsicht das genaue Gegenteil. Vor allem ist es kein klassischer Krimi. Es gibt weder einen Kommissar, noch einen Mörder im herkömmlichen Sinn. Es gibt nicht einmal einen klaren Protagonisten.
Havarie erzählt vom zufälligen Zusammentreffen dreier Schiffe: einem Luxusliner, einem Containerfrachter und einem, mit 12 Flüchtlingen besetzten Schlauchboot in Seenot. Die Dramen, die sich dabei abspielen, werden in schnellen Sequenzen aus der Sicht von 11 Personen beleuchtet, die zum Teil auf den Schiffen, zum Teil aber auch an Land unterwegs sind. Dabei trägt jede der handelnden Figuren ihre eigenen Abgründe in sich. Niemand ist unversehrt. Trotzdem kommt es neben Tragödien auch zu Akten großer Menschlichkeit. Dabei wird nichts überhöht, nichts ausgeschmückt oder dramatisiert. Der Ausdruck wechselt gerade genug, um die einzelnen Figuren auch durch ihre Erzählweise kenntlich zu machen. Die Sprache bleibt aber im einen, wie im anderen Fall nüchtern, klar, präzise.
Ein Anhang mit Photos verleiht dem Inhalt zusätzliche Tiefe.
Keine einfache Kost. Aber ein großartiges Buch.

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Killmousky von Sibylle Lewitscharoff, erschienen 2014 bei Suhrkamp

Havarie von Merle Kröger, erschienen 2015 als Ariadne Kriminalroman im Argument Verlag

Werkstattbericht: Grundgedanken zum Überarbeiten

Der Entwurf für den ersten Band meiner Frankfurt Krimis ist jetzt gut abgehangen; alles Herzblut ist rausgetropft. Mit anderen Worten: Er ist mir fremd geworden und damit reif für die Überarbeitung.

In der Zwischenzeit ist mir klar geworden, dass zwei Dinge in jedem Fall geändert, oder genauer gesagt: ausgebaut werden müssen: Das sind die Erzählperspektive und die Beschreibungen.

Ich habe diesen Band lediglich aus der Perspektive der Kriminalanwärterin Jana Hirte erzählt, die im Rahmen ihres letzten Praktikums frisch ins Morddezernat gekommen ist und erst seit kurzem in Frankfurt lebt. Für sie ist also alles neu. Für mich hatte das beim Schreiben den Vorteil, sie auch „dumme“ Fragen stellen lassen zu können, ohne sie als dumm darzustellen.  Beim Schreiben des zweiten Bandes habe ich allerdings gemerkt, dass mir das auch viele Möglichkeiten nimmt.
Im zweiten Band verwende ich drei Perspektiven, entsprechend der Zahl der Protagonisten. Dadurch ist es nicht nur viel besser möglich, verschiedene Meinungen und Blickwinkel wiederzugeben, die Geschichte gewinnt auch mehr Dynamik. Deshalb werde ich den ersten Band so umarbeiten, dass auch die Sichtweise der beiden anderen Protagonisten, Kriminalkommissarin Alexandra Obritz und Kriminalhauptkommissar Thomas Friedensbach deutlicher berücksichtigt wird (und nicht nur aus der Wahrnehmung von Jana Hirte). Das heißt möglicherweise auch, dass ich zusätzliche Handlungsstränge einflechten und verstärkt auf das Privatleben der beiden anderen eingehen kann.
 
Indem ich die Erzählperspektive ändere, muss ich logischerweise auch die Beschreibungen anpassen. Für eine gestandene Kriminalbeamtin ist der Anblick einer Leiche nun einmal etwas anderes, als für den Frischling. Männer reagieren auf den Anblick einer Frau in knappem Rock und Pumps anders als Frauen. Friedensbach ist da keine Ausnahme.
Aber abgesehen davon, muss ich die Beschreibungen auch generell auffüttern. Oft begnüge ich mich nämlich mit zwei bis drei Sätzen, um nicht ins Schwafeln zu geraten und langweilig zu werden. Das stimmt zwar mit dem Grundsatz überein, der einem in jedem Schreibratgeber eingebläut wird, nämlich lieber das sprechende Detail zu suchen, als sich in Einzelheiten zu verlieren. Aber nicht immer gibt es das eine Detail, das für das große Ganze steht und in diesen Fällen braucht es mehr Worte, um ein Bild entstehen zu lassen.